TT-Piet
TT-Holz Eigenbau
Infos zu Furnieren
Spieleigenschaften A
Spieleigenschaften B
Bestandshölzer
Empfehlungen

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Anegre ist mittelhart und recht starr, aber recht dünn und somit recht leicht. Anegre lässt sich relativ direkt spielen und ist verhältnismäßig langsam.  Daher ist Anegre sicherlich für alle eher defensiv ausgerichteten Spieler oder Materialspieler interessant. Es lassen sich z. B. gut kurze Blocks spielen oder Topspins mit LN abstechen. Anegre lässt sich gut mit Material (lange Noppen) spielen.

Nussbaum lässt sich sehr direkt spielen. Nussbaum ist relativ hart und mittelschnell. Durch das sehr direkte Spielverhalten ist es sicherlich am besten für Block-/Konter-/Endschlagspieler oder für kurze Noppen geeignet. Natürlich eignet sich Nussbaum auch sehr gut als Zwischenfurnier. In Verbindung mit Limba als Deckfurnier zum Beispiel ergibt sich ein Holz für variable Angriffspieler, mit (extrem) hartem Deckfurnier entsprechend für kompromisslose Angreifer.

Macoré ist schon recht schwer und hart und wurde erst 2-3 x als Kernfurnier getestet. Das Furnier ist sicherlich etwas für Spieler, die mal etwas Anderes ausprobieren möchten.

Birke: Dieses Furnier eignet sich als Zwischen- oder Deckfurnier, wenn man ein etwas höheres Tempo und ein härteres Anschlaggefühl wünscht. Eher normaler, bis leicht höherer Ballabsprung (je nach weiterem Aufbau) bei guten Spinwerten. Gut mit Limba oder Abachi kombinierbar.

Kirschbaum: Für mich das beste Furnier in Kombination mit langen Noppen, da Kirschbaum einen flachen Ballabsprung bei sehr guten Effetwerten in der langen Abwehr hat. Für variables Spiel (Block, Schupf, Abstechen, lange Abwehr, Kontern) sicherlich erste Wahl. Sehr gute Eignung also für Materialspieler (Anti, lange Noppen, kurze Noppen) und Spieler, die mit schnellen, flachen Topspins oder Endschlägen zum Punktgewinn kommen wollen. Mein Favorit für variables Störspiel! Auch interessant als Zwischenfurnier vor Limba (als Deckfurnier), wodurch der höhere Ballabsprung von Limba ausgeglichen wird.

Mahagoni hat eignet sich besonders für variable Topspinspieler, die einen etwas härteren Anschlag bevorzugen. Mahagoni eignet sich daher sowohl als Zwischenfurnier (z. B. zusammen mit Limba) oder als Deckfurnier, wenn man ein etwas höheres Tempo als z. B. mit Limba als Deckfurnier erzielen möchte. Mahagoni würde ich eher für Noppeninnenbeläge empfehlen. Sehr gutes Spielgefühl bei mittelhartem Anschlag und guter Kontrolle. Sicherlich einen Test wert, insbesondere für Topspin Spieler.

Europäisches Ahorn hat einen mittelharten Anschlage bei normal hohen Ballabsprung. Ahorn ist trotz der mittleren Härte aufgrund des geringen Gewichts (eher dünnes Furnier) verhältnismäßig langsam (aber etwas schneller als Anegre) und hat sehr ausgewogene Spieleigenschaften: mittlere Effetwerte, ein gutes Block-/Konterverhalten und ist sehr einfach zu kontrollieren. Aufgrund des sehr geringen Gewichts ist Ahorn sicherlich eine gute Alternative als Sperr-, Zwischen- oder Deckfurnier, z. B. für Spieler, denen der Ballabsprung von Limba zu hoch ist und eher variabel als nur spinorientiert spielen. Hier habe ich schon erfolgreich die Kombinationen Ahorn - Buche, Ahorn - Limba und Ahorn - Kirschbaum (RH) getestet.

Gabun (Okoumé) eignet sich ebenfalls sehr gut als Kernfurnier (2,0 mm Stärke), da es ein mittelhartes, aber noch relativ leichtes und ziemlich elastisches Holz ist. Gabun unterscheidet sich von den Spieleigenschaften mit Abachi Kern deutlich (schneller, etwas flacherer Ballabsprung, recht spinfreudig) und ist daher sicherlich eine gute Alternative zu Abachi. In 1,0 mm Stärke auch sehr gut als Zwischenfurnier für Spieler geeignet, die sich mehr Power wünschen. Generell würde ich Gabun mit weicheren anderen Furnieren kombinieren, da sich das besser bzw. kontrollierter spielen lässt.

Teak ist für das druckvolle, direkte Offensivspiel eine sehr gute Wahl. Trotz des relativ harten Ballanschlags hat Teak neben guten Block-/Kontereigenschaften auch recht gute Spin- und Kontrollwerte. Auch als Zwischenfurnier vor Limba sehr gut, wenn ein höheres Tempo gewünscht ist.

Tineo (indischer Apfelbaum) hat eine ähnliche Härte wie Teak und ist somit auch für variable bis agressive Angriffspieler, die ein höheres Tempo für schnelle Topspins, Gegentopspins und Block/Konter/Schüsse benötigen, geeignet. Tineo habe ich auch schon erfolgreich auf LN getestet. Wer also mal etwas "exotisches" ausprobieren möchte, was sich auch noch gut spielen lässt und sehr schön aussieht, sollte Tineo einfach mal ausprobieren.

Buche hat sehr gute Block-/Kontereigenschaften bei relativ flachem Ballabsprung und ist daher z. B. für Spieler, die auf der Rückhand diese Spielweise bevorzugen, sehr gut geeignet. Buche ist natürlich auch sehr gut für Materialspieler geeignet, die überwiegend am Tisch agieren, da sich z. B. mit langen Noppen die Bälle sehr gut und auch für den Gegner unangenehm zurückspielen lassen. Buche ist die etwas härtere Alternative zu Ahorn.

Buche hat allerdings nicht so hohe Spinwerte. Wer darauf Wert legt, sollte ein anderes Furnier wählen. Als Zwischenfurnier In Verbindung mit Limba außen aber sicherlich eine gute Wahl.

Buche 2,4 mm: Aufgrund der hohen Härte und somit hohen Gewichts bietet sich Buche 2,4 mm als Kernfurnier bei 5-schichtigem Aufbau und Zwischenfurnieren aus Balsa an. Grundsätzlich eignet sich dieses Furnier sicherlich für Offensivhölzer mit hartem Anschlag.
Grundsätzlich besteht bei Buche ein etwas höheres Verzugsrisiko als bei anderen Furnieren, insbesondere bei stark asymmetrischem und/oder sehr dünnem Furnieraufbau. Bei beidseitiger Verwendung oder dicken Hölzern relativiert sich dieses Risiko.

Esche als Zwischen- oder sogar Deckfurnier ist für den kompromisslosen Angreifer empfehlenswert. Dieses Furnier ist ziemlich hart und schwer bei einen eher normal hohen Ballabsprung, Entsprechend harter Ballanschlag. In erster Linie würde ich Esche als Zwischenfurnier empfehlen. Das reicht völlig aus, um das Holz schneller, härter und steifer zu machen. Ansonsten natürlich auch für kompromisslose Angreifer als Deckfurnier interessant. Die Spinwerte sind m. E. nicht so hoch (ähnlich wie bei Buche).

Mutenye ist ein extrem hartes,schnelles und schweres Furnier, trotzdem mit verhältnismäßig guten Spinwerten (besser als Buche) bei eher normal hoher Ballflugbahn. Daher ist Mutenye durchaus sehr gut als alternatives Deckfurnier geeignet, wenn ein höheres Tempo für das druckvolle Offensivspiel mit schnellen Topspins und harten Endschlägen gewünscht ist. Mutenye sieht darüber hinaus auch sehr schön aus. Lässt sich z. B. sehr gut mit Limba, Abachi oder Kiefer als Zwischenfurnier kombinieren!

Bambus ist trotz der Brinellhärte von ca. 40 ein sehr gutes Zwischen- oder Deckfurnier (eigentlich ist Bambus ein schnell wachsendes Gras) für den variablen Topspinspieler. Der Ballanschlag ist deutlich weicher, als man bei dieser Härte vermuten könnte. Es ist sehr gut zu spielen (sehr gute Spinwerte und gute Kontrolle), Bambus kann als härtere / schnellere Alternative zu Limba genommen werden.

Santos Palisander, ein sehr edles und sehr teures Furnier (ca. 27 Euro/m²), bietet sich aufgrund seines Äu8eren in erster Linie als Deckfurnier an. Recht harter Anschlag bei hohem Temo, aber trotzdem noch sehr gut zu kontrollieren. Dazu sieht Palisander auch noch äußerst gut aus! Santos Palisander ist natürlich kein Standardfurnier, sondern sicherlich etwas für Liebhaber, die mal etwas anderes ausprobieren möchten.

Bubinga ist ebenfalls ein extrem hartes Furnier ähnlich wie Mutenye, aber etwas leichter und einen Tick langsamer als Mutenye. Bubinga hat eine recht gute Kontrolle und ist spinfreudig.  Insgesamt also für Spieler zu empfehlen, die entweder einen harten Anschlag und hohes Tempo wünschen, oder auch für Noppen- oder Anti-Spieler. Bubinga verwende ich überwiegend in Quermaserung, also im Gegensatz zu Mutenye in erster Linie für den Einsatz als Zwischenfurnier. Je nach verwendetem Deckfurnier kann eine leichte (weiches Deckfurnier) oder ausgeprägte (hartes Deckfurnier) Tempoerhöhung erzielt werden. Aber auch mit LN lässt sich Bubinga gut spielen.

Wenge ist äußerst hart und schwer und daher sehr gut für Materialspieler geeignet, die überwiegend am Tisch agieren (sehr gute Spinumkehr). Wenge hat trotz seiner Härte noch recht gute Spinwerte bei sehr direktem Spielverhalten und ist daher auch für Block-, Konter- oder variable bis agressive Angreifer sehr gut geeignet. Von Spielern, die ein Holz mit Wenge (meist auf der Rückhand) gekauft haben, habe ich praktisch nur positive Rückmeldungen erhalten. Wenge ist meine 1. Wahl für Anti-Spieler.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx